Kunsttherapeutische Arbeit mit Flüchtlingskindern

Im April dieses Jahres haben wir mit dem „Förderprojekt Kunsttherapie“ für Flüchtlingskinder in Heumaden begonnen.

In enger Zusammenarbeit mit Frau Müller-Ressing (AGDW), einigen Hausaufgabenhelfern und den Sozialarbeitern haben wir einmal pro Woche zwei einzelgeführte Gruppenstunden für jeweils vier Kinder eingerichtet, eine Stunde für Kinder im Alter von 8 – 11 Jahren, die andere Stunde für 12 – 16-jährige. Regelmäßige Gespräche über den Verlauf der kunsttherapeutischen Arbeit begleiteten das Projekt.

Die Stunden wurden immer mit einigen Körperwahrnehmungsübungen begonnen. Darauf folgten dann Formenzeichenübungen mit der rechten und linken Hand – und auch beidhändig.

Die anschließende intensive kreativ-künstlerische Arbeit wurde mit Pastellkreiden ausgeführt, die von den Kindern ebenfalls mit den Fingern und Händen aufgetragen wurden. Die Kinder lernten bald einen sicheren Umgang mit den Farben und gestalteten die Bilder sehr individuell und ausdrucksstark.

Einen besonderen Höhepunkt dieser Arbeit stellte der Druck von Faltkarten dar, die einige der gemalten Bilder der Kinder und Jugendlichen zeigen. Weiterhin haben die Kinder das plastische Gestalten mit Ton kennengelernt und anhand dieses Materials ihre Gestaltungskraft geübt.

Rückblickend ist zu bemerken, dass sich die Kinder und Jugendlichen mittlerweile sehr vertraut und sicher mit der Kleingruppensituation und dem Ablauf der kunsttherapeutischen Stunden fühlen, sodass schon viele Entwicklungsschritte beobachtet werden konnten.

Wir danken der Ott-Goebel-Jugend-Stiftung sehr herzlich für ihre großzügige Unterstützung!

Corina Vohl, M.A., interdisziplinäre Kunsttherapien und Kreativpädagogik

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